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Master of Business Administration

Der Master of Business Administration (MBA) ist ein postgraduales generalistisches Managementstudium, das alle wesentlichen Managementfunktionen abdecken soll. MBA ist auch die Bezeichnung für den durch dieses Studium erworbenen akademischen Grad.

Ein MBA-Programm ist als generalistisches Managementstudium angelegt, das alle wesentlichen Managementfunktionen abdecken soll. Zielgruppen dieser Programme sind unter anderem Ingenieure, Natur- und Geisteswissenschaftler, Juristen und Mediziner, die sich für Managementpositionen oder hohe Ämter im öffentlichen Dienst qualifizieren wollen.
Als Masterstudiengang ist ein MBA in Europa im System des Bologna-Prozesses in der zweiten Stufe des Studiensystems eingeordnet. Dies bedeutet, dass dem MBA im Regelfall ein erster Studienabschluss (z. B. Bachelor) oder eine vergleichbare Qualifikation vorausgeht, eine Einordnung ins European Credit Transfer System erforderlich ist, der MBA mit einer Masterthesis abzuschließen ist und die Vergleichbarkeit durch ein Diploma Supplement dokumentiert werden muss.
Für das Verständnis von MBA-Programmen sind die 1997 entwickelten MBA Guidelines von zentraler Bedeutung. Sie wurden von Bildungsexperten und Akkreditierungsorganisationen aus 19 europäischen Ländern und den USA erarbeitet.
Die Zulassungsbedingungen sind in den Hochschulen nicht einheitlich geregelt. Als formale Mindestvoraussetzung gelten meist ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Bachelor- oder Diplomstudium) und einige Jahre Berufserfahrung. In manchen Hochschulen werden auch Bewerber ohne abgeschlossenes Studium zugelassen, sofern sie über substanzielle Managementerfahrung verfügen.
Üblich sind Bewerbungs- oder Motivationsschreiben, die an die Zulassungskommission oder an den Studiengangsleiter zu richten sind sowie ein Aufnahmegespräch. An manchen Hochschulen sind auch ein Englischtest (TOEFL) sowie ein GMAT abzulegen.
Das Curriculum eines MBA-Studiums deckt alle funktionalen Managementfunktionen ab, insbesondere Accounting, Finance, Marketing, Vertrieb, Produktionsmanagement, IT, Wirtschaftsrecht und Personalmanagement. Weiters werden Kenntnisse aus Mikro- und Makroökonomie, Strategischem Management sowie wissenschaftlicher Methodenlehre vermittelt. Von einem MBA-Programm wird erwartet, dass es nicht nur Kenntnisse und methodische Fertigkeiten vermittelt, sondern auch Führungsverhalten, unternehmerisches Denken, Verhandlungsgeschick und Kommunikationsfähigkeit trainiert.
Neben den generalistischen MBA-Programmen haben sich auch Programme mit Spezialisierungen in einzelnen Managmentdisziplinen (z. B. Controlling & Finance) etabliert. Diese Programme richten sich an Personen, die eher eine Experten- als eine Managementfunktion anstreben. Es gibt auch MBA-Programme, die nicht als postgraduale Studien für Bewerber mit Berufserfahrung, sondern als Weiterführung eines Undergraduate-Studiums (sog. „Junior-MBA“) durchgeführt werden. Diese Formen entsprechen nicht den MBA-Guidelines, die für diese Studienformen andere Abschlussbezeichnungen als MBA empfehlen.
Für MBA-Programme charakteristisch ist die starke Betonung von Projektunterricht und Gruppenarbeiten sowie die Verwendung von Fallstudien. Wie in allen Masterstudiengängen ist am Ende des Studiums eine Masterthesis zu verfassen und in einer mündlichen Abschlussprüfung zu verteidigen.
Die Regelstudienzeit eines Vollzeitstudiums liegt zwischen einem und zwei Jahren, was 60 bis 120 ECTS-Punkten entspricht. Das Studium wird aufgrund der hohen Nachfrage aus den Reihen berufstätiger Akademiker meist berufsbegleitend in Form eines Teilzeitstudiums oder Fernstudiums mit Präsenzveranstaltungen, zum Teil verbunden mit einem Auslandsaufenthalt, angeboten. MBA-Programme gelten als Weiterbildungsprogramme und sind daher in der Regel zur Gänze durch Studiengebühren finanziert. Je nach Anbieter variieren die Gebühren im deutschsprachigen Raum zwischen 1.000 Euro und 60.000 Euro für die gesamte Studiendauer. Der Durchschnittswert in Deutschland liegt bei ca. 17.000 Euro. In anderen Ländern sind bei renommierten Hochschulen noch wesentlich höhere Studiengebühren üblich. Zum Beispiel Harvard gibt auf seiner Seite an, dass das Vollzeit MBA-Programm ca. 42.000 Dollar pro Jahr kostet (2008), hinzu kommen Lebenshaltung, Krankenversicherung, Miete etc., sodass am Ende rund 72.000 Dollar herauskommen.
Zur Beurteilung, ob ein MBA-Programm bestimmte qualitative Mindestanforderungen erfüllt, ist in vielen Ländern eine Akkreditierung erforderlich, oder die Anbieter unterziehen sich freiwillig einer solchen. In den Akkreditierungsverfahren wird anhand definierter, international kompatibler Standards von unabhängigen Organen geprüft, ob die Institution und ihre Studiengänge qualitative Mindestanforderungen erfüllen.
In Deutschland gelten MBA-Programme als Weiterbildungsstudiengänge. In vielen Bundesländern bedeutet dies, dass die Finanzierung ausschließlich oder vorwiegend durch Studiengebühren erfolgt. Die Akkreditierung erfolgt durch vom Akkreditierungsrat anerkannte Akkreditierungsagenturen. Derzeit (1. Dezember 2007) gibt es sechs anerkannte Agenturen: ACQUIN, AHPGS, AQAS, ASIIN, FIBAA und ZEvA.
In Deutschland können Hochschulen ihren MBA-Studiengang zusätzlich für den höheren öffentlichen Dienst akkreditieren lassen. Die Akkreditierung für den höheren Dienst wird hierbei durch das Dienstrechtsministerium des Bundeslandes übernommen, in dem die Hochschule ihren Sitz hat. Die gesonderte Akkreditierung für den öffentlichen Dienst soll sicherstellen, dass die Qualität der Studiengänge den hohen Ansprüchen für die höchste Laufbahn des öffentlichten Dienstes genügt. Allen Absolventen eines deutschen MBA-Studienganges mit dem besonderen Qualitätssiegel "Der Studiengang eröffnet den Zugang zum höheren öffentlichen Dienst" steht somit der Einstieg in die höhere Beamtenlaufbahn offen.
Von verschiedenen Medien, beispielsweise Financial Times,[9] The Wall Street Journal[10] oder The Economist,[11] werden regelmäßig Ranglisten veröffentlicht. Die zugrundeliegenden Kriterien sind je nach Quelle sehr unterschiedlich und auch umstritten. Kritisiert wird vor allem, dass das bei weitem gewichtigste Kriterium in den Rankings die Einkommensentwicklung der Absolventen in den Jahren nach Beendigung des Studienganges ist. Dies führt dazu, dass MBA-Studiengänge, die sich an junge Hochschulabsolventen mit geringer Berufserfahrung wenden, tendenziell höhere Chancen auf ein gutes Ranking haben als solche Programme, deren Zielgruppe bereits erfahrene Manager mit gutem Einkommen sind.
Im Jahr 2005 trat die Harvard Business School von sämtlichen MBA-Rankings zurück, da einige auch renommierte MBA-Schulen zweifelhafte und gefälschte Absolventenstatistiken veröffentlichten, um so eine große Anzahl von Bewerbern zu bekommen.
(Quelle: FIBAA, wikipedia)

geschrieben von geris am 10.07.2008 - 14:26:47 - letzte Bearbeitung am 10.07.2008 - 14:28:55
Tag: mba  

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